Welchen Charakter und welche Einsatzbereiche hat das Signature-Flügelhorn „Anima rossa“? Welche Rolle spielt die Ästhetik? Unser Kollege Christian Mayr im Interview mit dem Profimusiker Karl Hanspeter.
Wie bist Du eigentlich auf unsere Marke Lechgold aufmerksam geworden?
Karl Hanspeter: „Über Marcus Graf, den Leiter der Musikschule Pfaffenwinkel in Schongau. Mit ihm arbeite ich schon seit vielen Jahren gut zusammen. Er hat mich auf das Musikhaus Kirstein und die Marke Lechgold aufmerksam gemacht. Mittlerweile spielen viele meine Schüler die Instrumente.“
Was war Dein erster Eindruck des Lechgold Flügelhorns FH-60?
Karl Hanspeter: „Zuerst ist mir das Instrument optisch aufgefallen. Es hat mich sofort angesprochen – wir Musiker legen ja auch viel Wert auf die Ästhetik. Und dann habe ich es angespielt. Also, ich muss ja als Solist sehr oft Trompete spielen – meine Leidenschaft ist aber das Flügelhorn! Und ich finde, das Lechgold hat einen schönen, warmen Flügelhornklang – ein richtig gutes Instrument.“
Aufgrund welcher Merkmale ziehst Du das FH-60 anderen Hörnern dieser Preisklasse vor?
Karl Hanspeter: „Vergleichbares gibt’s einfach nichts! Viele andere Flügelhörner klingen sehr hell, da fehlt der Charakter. Ich denke, dass Ihr hier ein gutes Material bzw. die Kombination mit dem richtigen Lack gefunden habt. Jedenfalls klingt das Instrument richtig warm.
Bei vielen Musikern zählt ja oft nur, dass ein Instrument perfekt stimmt. Aber was hilft mir eine perfekte Stimmung, wenn das Instrument nicht gut klingt…? Leichte Intonations-Abweichungen kann ich selber „hinbiegen“. Da ist mir der Klang und der Charakter eines Horns wichtiger!
In einem Instrument muss man sich finden und das ist nur auf einem Instrument mit Charakter möglich. Leuten, die wegen des Preises Vorurteile haben, kann ich nur raten: Spielt das Instrument an. Ihr werdet überrascht sein.“
Was ist Deine Empfehlung bzgl. des Mundstücks?
Karl Hanspeter: „Bei der Größe muss man halt schauen, was für den jeweiligen Musiker funktioniert. Aber ein Flügelhornmundstück aus der JK Exklusive Serie von Klier, ausgehend von einem 7C, ist grundsätzlich das Beste, was Du nehmen kannst.“
Das FH-60 gibt es neben Deinem roten Sondermodell in vier Finishs: unlackiert, lackiert, antik und gebürstet. Kennst Du alle?
Karl Hanspeter: „Ich kenne das lackierte und das Antik-Modell. Dieses klingt im Vergleich etwas dunkler. Dafür ist mein Tipp, ein Mundstück mit einem etwas tieferen Kessel zu nehmen, um die dunkle Klangfarbe zu unterstützen.“
Wem würdest Du zu diesem Flügelhorn raten? Für welchen Einsatzzweck ist es geeignet?
Karl Hanspeter: „Meiner Meinung nach kannst Du es in der Big Band oder auch im Musikverein spielen – aber auch als Solist. Es klingt überall gut.“
Und wie bist Du eigentlich damit zufrieden, dass wir Dein Signature-Horn „Anima rossa“ getauft haben …?
Karl Hanspeter: „Der Name „Anima rossa“ passt für mein rotes Sondermodell perfekt. Es ist das Jazz-Flügelhorn mit der roten Seele.“
Lechgold FH-60AR Anima rossa Bb-Flügelhorn rot
Klier Flügelhornmundstück Exclusive 3C A 28H A2 Karl Hanspeter
Über Karl Hanspeter
Karl Hanspeter, Jahrgang 1958, stammt aus Altrei in Südtirol. Schon als Teenager reiste er in den 1970er Jahren mit der Tiroler Showband durch Europa. Seinen Militärdienst leistete er in Cuneo und Brixen, ab 1980 studierte er am Musikkonservatorium „C. Monteverdi“ in Bozen und verließ dieses drei Jahre später als Diplommusiker im Fach Trompete.
Als Orchestermusiker sammelte Karl Hanspeter Erfahrung und intensivierte seine Kenntnisse in Orchestern wie dem „Haydn-Orchester Bozen-Trient“, dem „Tyrol-Brass Quintett“ und dem großen „Bozner Blechbläserensemble“. Trotz der klassischen Ausbildung galt und gilt sein Interesse auch dem Jazz und der böhmischen Blasmusik.
Fast fünfzehn Jahre feiert er als Gründer und Bandleader der Big Band „Hanspeters Orchestra“ und der Jazzformation „Hanspeter Jazz-Trio“ Erfolge. Als Mitglied der „Böhmerwälder Musikanten“ und der „Hessen Musikanten“ machte er sich mit der traditionellen Blasmusik vertraut. Ein Meilenstein in seinem Leben ist das Engagement als Flügelhornist und Trompeter bei „Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten“.
Karl Hanspeter arbeitet heute als Musiklehrer für Trompete an verschiedenen Musikschulen in Südtirol und wirkt als Dozent bei Workshops in Deutschland, Österreich und Italien.
Beitragsbild:
Karl Hanspeter als Solist beim Jubiläumskonzert der Müjiga de Badia (Musikkapelle Abtei). Foto: Freddy Planinschek.